Die stachelige Schönheit Rose fürchtet die Schere nicht!

Die wärmeren, sonnigen Tage an der Wende von März und April laden förmlich zur Gartenarbeit ein. Unter anderem ist es die richtige Zeit, deinen geliebten Rosen etwas Pflege zu gönnen. Die Grundlage für reichliche, gesunde Blüten ist der richtige Schnitt. Denn für Schönheit muss man bekanntlich leiden, auch Rosen werden den scharfen Scheren-Eingriffen nicht aus dem Weg gehen – hab also auch du keine Angst! Genieße ausnahmsweise deine Rolle als Gärtner und Friseur zugleich!

Warum sich überhaupt darauf einlassen?

Der richtige Schnitt (Frühjahrsschnitt!) ist die perfekte Vorbeugung gegen das Verkleinern der Blütengröße und ihr unerwünschtes Absterben. Wenn du eine reiche Fülle bezaubernder Rosen haben möchtest, kommst du um den Frühjahrsschnitt nicht herum!

Womit anfangen?

Zuallererst solltest du dich an die Frühjahrs-"Reinigung" machen. Du tust deinen Rosensträuchern nur Gutes, wenn du sie von trockenen, abgebrochenen (oder nur angebrochenen) oder anderweitig beschädigten (zum Beispiel angefressenen) Trieben befreist. Sie werden dann wie neu und voller Vitalität sein, du wirst sehen!

Und was dann?

Generell gilt, dass man sich an größere Eingriffe beim Rosenschnitt am besten wagt, bevor die ersten Knospen austreiben. Deiner friseurlichen, gärtnerischen Kunst wirst du jedoch auch danach nicht entkommen. Der sogenannte "Spätschnitt" muss vor allem bei jungen Trieben durchgeführt werden. Bei älteren Trieben solltest du dir nicht mehr so viel erlauben, zum einen sind das in der Regel stärkere Zweige und außerdem könnte dein unbeholfenes Kürzen einen unnötigen Verlust an Saftstrom und folglich auch eine Schwächung der ganzen Pflanze verursachen!

Rose ist nicht gleich Rose oder jeder Typ braucht einen anderen Schnitt

Rosen verdienen aufgrund ihres königlichen Charakters auch eine entsprechende Pflege. Mit gewöhnlichen Dienstleistungen geben sie sich eben nicht zufrieden und jeder Typ verlangt einen individuellen Schnitt!

  • Beetrosen

Wenn Rosen die Königinnen der Blumen sind, gilt das bei diesem Typ doppelt. Beetrosen nehmen nämlich den ersten Platz unter allen anderen kultivierten Rosen ein. Dazu gehören Edelrosen, Polyantha-Rosen und sogenannte Zwergrosen (Bodendeckerrosen).

Bei Edelrosen kannst du dich ziemlich austoben und einen radikalen Schnitt durchführen, bei dem von der ursprünglichen Höhe von ca. 1 m nach deinem Eingriff nur noch 15-20 cm übrig bleiben!

Bei Polyantha-Rosen gehe etwas behutsamer vor und kürze auf ca. 30 cm.

Im letzten Fall verfahre gemäß dem Namen. Miniatur-, Zwergrosen vertragen einfach nur einen minimalen Schnitt, entferne also nur die verblühten Blütenstände, das reicht ihnen!

  • Kletterrosen

Die zweite große Gruppe bilden Kletterrosen, die sich durch höheren Wuchs auszeichnen. Dazu gehören Strauchrosen, Stammrosen und Ramblerrosen ("niederliegende" Rosen).

Bei diesen Schönheiten konzentriere dich beim Frühjahrsschnitt besonders auf vertrocknete alte Triebe. Ansonsten passe den Schnitt der gewünschten Form an, sodass der Strauch als Ergebnis deiner Arbeit möglichst viele junge Triebe hat, die dann schön blühen werden.

Tipp: Wenn schon Frühjahrsschnitt, dann stilvoll! Führe den Rosenschnitt leicht schräg durch. Idealerweise ca. 5 mm über der Knospe.

Wie wäre es mit einer neuen Rosen-Generation?

Wenn dir deine alten Rosen nicht mehr genügen und du über Neuzugänge nachdenkst, ist der Frühling die ideale Zeit für die Pflanzung. Falls du diese Saison verpasst, musst du bis zum Herbst warten!

Vergiss nicht, dass du im ersten Pflanzjahr ohne Dünger gut auskommst, aber ansonsten benötigen Rosen ausreichend Nährstoffe. Chlor oder Kompost wird ihnen garantiert guttun!