Kürbis, Zucchini, Auberginen Spezial: Tipps für eine reiche Ernte!

Zucchini gehören auf vielfältige Weise nicht nur zur italienischen, sondern auch zur tschechischen Küche, wo sie zu einer ganzen Reihe beliebter Sommergerichte geworden sind. In den letzten Jahren hat auch der schmackhafte Hokkaido-Kürbis die Herzen vieler Gärtner erobert, der im Anbau sehr anspruchslos ist. Und zu guter Letzt wird auch in unseren Breitengraden erfolgreich die wärmeliebende Aubergine angebaut.

Kürbisse unterscheiden sich in Form, Geschmack und Größe. Welchen wählst du?

Der Anbau von Kürbissen ist meist nicht schwierig. Kürbisse gehören zu den dankbaren Gartenkulturen, die eine reiche Ernte mit minimalem Aufwand liefern. Es müssen nur einige grundlegende Regeln beachtet werden. Kürbisse brauchen ausreichend Nährstoffe, eine sonnige Lage und gelegentliches, dafür aber reichliches Gießen in der Sommerzeit. Sie wachsen gut aus Direktaussaat sowie aus vorgezogenen Setzlingen. Sie sind frostempfindlich, die Zeit für die Pflanzung kommt daher erst ab der zweiten Maihälfte. Wenn du die Pflanzen im richtigen Abstand (gemäß Anleitung auf der Samentüte) pflanzt und das Beet unkrautfrei hältst, kannst du dich auf eine reiche Ernte freuen.

Falls du bei der Vorstellung, Kürbisse zu essen, die Nase rümpfst und dir nur das nicht besonders beliebte Kürbiskompott einfällt, dann solltest du wissen, dass du einen großen Fehler machst. Neben den typischen Kürbissen mit riesigen Früchten, die nicht immer geschmacklich die gelungensten sind, lohnt es sich, Sorten mit kleineren, aber umso schmackhafteren Früchten auszuprobieren. Ein Beispiel ist der kleinere Hokkaido-Kürbis, aus dem du hervorragende Suppen zubereiten kannst, aber er ist auch gebacken und gedünstet in Begleitung anderer Gemüsearten ausgezeichnet. Ähnlich schmackhaft sind auch die als Muskatkürbisse bezeichneten Sorten. Zu den Kürbis-Besonderheiten gehören auch die sogenannten Spaghetti-Kürbisse, deren Fruchtfleisch nach dem Backen in dünne Streifen zerfällt und so als gesünderer Ersatz für gewöhnliche Spaghetti dienen kann. Falls Kürbisse auch nach dem Probieren dieser drei Spezialitäten nicht deine Gunst gewinnen, kannst du noch den Ölkürbis für die Ernte der Kerne ausprobieren oder zumindest einige der Zierarten, mit denen du im Herbst deinen Garten schmücken kannst.

Zucchini darf in keinem Garten fehlen

Die Anforderungen von Zucchini an den Anbau sind sehr ähnlich wie bei Kürbissen. Auf jeden Fall gehören sie zu den weniger anspruchsvollen Gemüsearten. Für einen erfolgreichen Anbau ist wieder die Zufuhr von Nährstoffen, Wärme und Sonne wichtig. Zucchini brauchen für ihr Wachstum ausreichend Platz. Einige ranken am Boden, andere Sorten bilden einen kompakten aufrechten Busch. Rankende (ähnlich wie Kürbisse) nutzen gerne auch eine Stütze, an der sie hochklettern können. Die Pflege des Beetes und das spätere Jäten erleichtert der Anbau auf Vlies. Zucchini mögen organische Dünger und Pflanzenjauchen.

Bei Zucchini lohnt es sich nicht, mit dem Nachbarn um die größten Früchte zu wetteifern. Ernte Zucchini, wenn sie eine Länge von maximal 20 cm erreicht haben. Junge, unreife Früchte sind am schmackhaftesten. Die Pflanze ermöglicht eine laufende Ernte, neue Früchte setzt sie immer wieder an. Zucchini eignen sich für die thermische Zubereitung, aber in Salaten sind sie auch roh gut.


Junge Früchte müssen vor dem Verzehr nicht geschält werden, farbige Schalen bereichern das Essen daher auch ästhetisch. Du kannst verschiedene Sorten grüner Zucchini wählen, von dunklen einfarbigen bis zu Sorten mit heller Streifung. Dekorativ wirken auch Varianten mit satt gelber Schale. Du kannst aber auch weiße Zucchini ausprobieren. Hinsichtlich der Formen überwiegt die traditionelle längliche, es sind aber auch Zucchini mit runden Früchten erhältlich.

Aubergine hat eine lange Vegetationsperiode und liebt Wärme

Auf den Anbau von Auberginen musst du dich gut im Voraus vorbereiten. Aubergine ist nämlich eine Pflanze mit langer Vegetationsperiode. Ohne vorgezogene Setzlinge kommst du daher nicht aus. Die geeignete Zeit für die Aussaat ist von Mitte Februar bis Mitte März. Wenn du diesen Zeitraum verpasst, ist es besser, wenn du dir später Setzlinge in einer Gärtnerei besorgst. Im Freiland auf dem Beet ist es bei uns möglich, Auberginen erfolgreich nur in den wärmsten Gebieten anzubauen, in diesem Fall pflanze die Setzlinge in der zweiten Maihälfte ins Freie. In anderen Regionen kannst du die Setzlinge ins Gewächshaus oder Folientunnel bereits ab April pflanzen. Halte einen Abstand von ca. 40 x 40 cm ein.

Denke daran, dass Auberginen noch mehr Wärme als Paprika benötigen. Wähle für sie daher einen vollständig sonnigen, vor Zugluft geschützten Standort. Arbeite im Herbst für das Beet zum Anbau von Auberginen gut abgelagerten Mist oder Kompost ein. Bei der Pflanzung und während der gesamten Vegetationsperiode schätzen Auberginen eine Nachdüngung mit Düngemitteln für Fruchtgemüse, z.B. BIOPON. Auberginen wachsen üppig und bilden Seitentriebe. Es wird empfohlen, nur zwei, maximal jedoch 4 Haupttriebe zu belassen und alle anderen regelmäßig auszugeizen. Lasse an einer Pflanze höchstens 5 Früchte. Während des Wachstums benötigt die Aubergine auch regelmäßiges Gießen.

Bei der Auswahl des Saatguts kannst du aus mehreren Arten wählen, die traditionelle dunkelviolette Aubergine ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit. Es gibt auch weiße, grüne, hellviolette oder rosa Sorten, die sich auch in der Form unterscheiden – von eiförmig über länglich bis hin zu rund.