PAPRIKA UND TOMATEN IM RAMPENLICHT: TIPPS FÜR EINE ORDENTLICHE ERNTE
Setzlinge umzupflanzen ist schon ab Mitte Mai empfehlenswert. Du bist noch nicht fertig? Keine Sorge und leg einfach los! Die freie Erde in den Beeten, aber auch Blumenkästen können es kaum erwarten, Tomaten und Paprika zu bekommen! Pěstík berät dich nicht nur, wie man richtig auspflanzt, sondern auch, wie du deine Setzlinge am besten pflegst, damit sie gedeihen.
UMPFLANZEN, EINPFLANZEN – ES IST ZEIT
Sowohl für Tomaten als auch für Paprika gilt, dass vor allem der richtig gewählte Standort wichtig ist. Beide Fruchtgemüse brauchen eine ausreichende Zufuhr von Sonnenstrahlen, Licht und Wärme tun ihnen einfach gut! Bei Tomaten machst du es am besten, wenn du sie in Erde mit Dünger und Kompost pflanzt.
Tipp: Paprika und Tomaten sind ziemlich wählerisch, nicht nur dass sie ausreichend Sonnenstrahlen fordern, sondern sie brauchen auch eine qualitativ hochwertige Bodenumgebung. Wegen der hohen Nährstoffansprüche wird bei Paprika daher nicht empfohlen, die Auspflanzung am gleichen Standort bis zu 5 Jahre lang durchzuführen! Tomaten werden sich wiederum nicht besonders gut entwickeln, wenn du sie in Erde pflanzt, die ursprünglich für Kartoffeln oder Nachtschattengewächse diente. Versuche das zu berücksichtigen, bevor es zu spät ist.
LEBENDIGES WASSER
Wasser ist einfach die Grundlage. Auch deine lieben Paprika und Tomaten kommen nicht ohne ausreichendes und regelmäßiges Gießen aus. Vergiss daher nicht, dein liebes Gemüse regelmäßig zu gießen, damit es wachsen kann. Paprika dann lieber tiefer und weniger häufig.
Tipp: Damit die Wurzeln nicht unnötig austrocknen, versuche sie mit Mulch zu bedecken, du kannst so schön gemähtes Gras verwenden! Ein weiterer guter Tipp ist, sich beim Gießen nur auf die Wurzeln der Pflanzen zu konzentrieren. Das Vermeiden der Bewässerung der Blätter hat nämlich seine Berechtigung, trockene Blätter sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten!
MIT DÜNGER KANNST DU NICHTS FALSCH MACHEN
Im Gegenteil, Fruchtgemüse verlangt nach Nährstoffzufuhr. Gib ihm aber Dünger in angemessener Menge, damit es dir bald gesundes Gemüse trägt! Zur Auswahl hast du organische Dünger (gemahlenes Hornmehl, Kuhmist,…) oder mineralische. Im zweiten Fall achte vor allem auf die Dosierung. Eine große Menge könnte das Wurzelsystem der Pflanzen verbrennen.
Tipp: Wenn du dir über die Düngung den Kopf zerbrichst, probiere Dünger aus, die speziell für Tomaten und Paprika bestimmt sind, mit denen du bestimmt nichts falsch machst!
UNKRAUT MUSS RAUS
Weder Paprika noch Tomaten verstehen sich gut mit Unkraut. Schließlich ist es ein Konkurrent, der ihnen Wasser und Nährstoffe wegnimmt und zur Entstehung unerwünschter Pilzkrankheiten beiträgt. Und anders geht es nun mal nicht, also muss es raus! Pack es also mit Schwung an, bevor es Schaden anrichtet.
STÜTZE ALS UNTERSTÜTZUNG
Vor allem für Stabtomaten gilt doppelt, dass eine Stütze das Wachstum unterstützt. Achte also darauf, dass die Pflanzen regelmäßig angebunden werden. Die ideale Lösung ist das Anbinden an ca. 1,5 m hohe Stäbe. Die Stäbe kannst du gleich nach dem Pflanzen in die Erde schlagen und die Pflanzen daran anbinden, sobald sie eine Höhe von etwa 1 m erreicht haben. Was Paprika betrifft, sind das eher unabhängige Mädels. Trotzdem kann es vorkommen, dass sie unter dem Gewicht zu brechen beginnen. Du kannst dem leicht vorbeugen mit Schnüren, die in einer Höhe von ca. 30 cm geführt werden, an die sie sich im Notfall anlehnen können.
AUSGEIZEN UND KÜRZEN
Höhere Tomatensorten benötigen im Gegensatz zu anderen spezielle Eingriffe. Damit sie nicht zu sehr in die Breite wachsen auf Kosten einer qualitativ hochwertigen Ernte und damit sie ausreichend Licht bekommen, muss man sie ausgeizen. Es wird empfohlen, Tomaten eintriebig zu ziehen. Das bedeutet, dass du regelmäßig die Seitentriebe entfernen musst, sodass nur der Haupttrieb, der kräftigste, übrig bleibt. Bei Paprika ist es ratsam, nur die Triebspitze auszugeizen, damit sie sich schön verzweigen und mehr Früchte tragen, ansonsten kommen sie eher alleine zurecht.
Tipp: Beim Ausgeizen brauchst du kein spezielles Werkzeug, es reicht, die Triebe einfach mit der Hand zu entfernen! Außerdem könnte ein Messer Krankheiten von Pflanze zu Pflanze übertragen und das willst du ja nicht.

