Verwendung des Spitzwegerichs

Spitzwegerich (lat. Plantago lanceolata) ist eine mehrjährige Heilpflanze, die aus einem kurzen Rhizom als Rosette grundständiger Blätter wächst. Die Blätter sind lanzettlich mit parallelen Blattadern, nach unten allmählich in einen langen, oft behaarten Blattstiel verschmälert. Spitzwegerich blüht von Mai bis September. Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel, die zwei relativ große Samen enthält. Es gibt auch Breitwegerich, Mittleren Wegerich und Indischen Wegerich.

Spitzwegerich wächst reichlich in Europa und Asien auf Wiesen, Rainen, Feldwegen, Gräben, Böschungen und in lichten Wäldern, aber auch als Unkraut in Gärten und auf Feldern, vor allem in Kleefeldern. Spitzwegerich wird auch für pharmazeutische Zwecke angebaut. Die Blätter werden von Mai bis August gesammelt. Die blütentragenden Stängel werden entfernt, die Blätter werden schnell in dünnen Schichten im Schatten oder bei künstlicher Temperatur bis 50°C getrocknet, damit sie ihre grüne Farbe nicht verlieren.

Verwendung von Spitzwegerich in der Kosmetik

Die Droge des Spitzwegerichs enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe und das Glykosid Aucubin. Auf den menschlichen Organismus wirkt offensichtlich der gesamte Komplex dieser Stoffe. Am häufigsten können wir zu Hause selbst einen Spitzwegerich-Aufguss zubereiten, indem wir 50 g Droge mit 0,5 l warmem Wasser übergießen und 30 Minuten ziehen lassen und mit dem gleichen Anteil verdünntem Alkohol vermischen. Dieser Aufguss dient als hervorragendes Gesichtswasser für unreine, pickelige Haut oder bei Akne. Zerkleinerte frische Blätter können Kräuter-Gesichtsmasken zugefügt werden.

Verwendung von Spitzwegerich in der Medizin

Die Volksmedizin und bis zu einem gewissen Grad auch die Schulmedizin betrachten Spitzwegerichblätter als sehr wirksam. Innerlich werden sie in Form von Sirupen, Tropfen und Tees gegen Entzündungen der oberen Atemwege, gegen Husten und als Darmregulator verwendet. Äußerlich wird empfohlen, einen Aufguss aus den Blättern oder direkt gut gewaschene Blätter auf Wunden aufzulegen, die dann gut heilen. Es werden damit auch Schwellungen behandelt, z.B. Insektenstiche.