Was im Juni aussäen? Bohnen, Karotten, Rote Bete, Erbsen und mehr
Die Frühjahrsgartenarbeiten hast du bereits erledigt, der Sommer kommt und mit ihm viel mehr Zeit, die du im Garten verbringen wirst. Und du kannst gleich mit weiteren Aussaaten beginnen! Die Juni-Aussaaten unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Frühjahrsaussaaten. Erhöhte Aufmerksamkeit musst du nur der ausreichenden Bewässerung widmen. An heißen Tagen verliert der Boden sehr schnell Feuchtigkeit und die keimenden Samen könnten leicht vertrocknen.
Säe Karotten auch im Juni
Jede Karotte benötigt gut bearbeiteten Boden, in dem sich ihre lange Wurzel vollständig entwickeln kann. Auf einem verdichteten Beet wachsen Karotten zwar auch, aber sie haben kurze oder anderweitig deformierte Wurzeln. Du kannst dir mit dem Anbau auf Hügelbeeten helfen. Wichtig ist auch ausreichend Nährstoffe und Feuchtigkeit, unterschätze die Bewässerung keinesfalls. Nach dem Aufgehen vereinzelst du die Pflanzen, wodurch du eine reichere Ernte sicherstellst. Aus dem Sortiment probiere zum Beispiel die halbfrühe Sorte Sylva oder die unkonventionelle runde Karotte Rondo, die du bis Juli aussäen kannst.

Köstliche Hülsenfrüchte: Buschbohnen und Erbsen
Liebhaber von grünen Erbsen können diese Delikatesse das ganze Jahr über anbauen, du kannst sie bis Anfang August aussäen. Zu den beliebten Sorten der Markerbsen gehört z.B. Zázrak z Kelvedonu (Wunder von Kelvedon), von den Zuckererbsen hat sich unter anderem die Sorte Ambrosia bewährt.
Buschbohnen für die Ernte ganzer Hülsen gehören zu den relativ anspruchslosen Kulturen. Im Vergleich zu Kletterbohnen haben sie eine kürzere Vegetationsperiode und sind daher besser für spätere Aussaaten geeignet. Wenn sie gerade nicht von Schnecken befallen werden, leiden sie normalerweise an keinen Krankheiten. Da alle Hülsen einer Aussaat gleichzeitig reifen, ist es besser, die Aussaat schrittweise bis Mitte Juli zu verteilen und so die Erntezeit zu verlängern. Du kannst Sorten in verschiedenen Farben wählen, von grün (z.B. Saxa) über violett (z.B. Purple King) bis gelb (z.B. Golddukat). Eine Besonderheit sind melierte Sorten wie zum Beispiel die rot-weiße Borlotto lingua di fuoco nano oder die grün-violette Bobis D'Albenga.
Salate und weiteres Blattgemüse
Unter den Kopf- und Blattsalaten findest du viele Sorten, die sich für den ganzjährigen Anbau eignen. Für die Juni-Aussaat (und spätere Aussaaten) wähle solche aus, die auf Schossresistenz gezüchtet wurden. Bei Kopfsalaten kann das unter anderem Adinal sein, bei Blattsalaten ist Dubáček mit charakteristisch geformten Blättern einen Versuch wert. Von weiterem Blattgemüse eignen sich für die Juni-Aussaat Rucola oder asiatische Salate.

Rote Bete für jeden Garten
Noch im Juni kannst du auch Rote Bete aussäen, die trotz längerer Vegetationsperiode normalerweise bis zum Herbst vollständig ausreift. Wenn du Rote Bete nur für die Ernte kleiner Knollen anbauen möchtest, brauchst du die Juni-Aussaat überhaupt nicht zu scheuen. Nach dem Keimen der Samen vergiss nicht das Vereinzeln. Rote Bete ist nicht ausgesprochen anspruchsvoll bei der Bewässerung, leidet aber bei längerer Trockenheit und wird ausgiebiges Gießen sehr zu schätzen wissen. Die bekannteste Sorte ist Červená kulatá (Rote Kugelige).

Knackige Klassiker – Radieschen und Rettich
Obwohl die schmackhaften Radieschenknollen hauptsächlich zur Frühlingszeit gehören, kannst du sie das ganze Jahr über genießen. Ideal sind Sorten für den ganzjährigen Anbau, z.B. Lada, Duo oder Granát. Beim Anbau von Radieschen ist jedoch ausgiebiges Gießen und ständige Bodenfeuchtigkeit entscheidend. Sommersorten von weißem und schwarzem Rettich kannst du bis Juli aussäen. Probiere zum Beispiel Kulatá černá (Runder Schwarzer), den weißen Albaster oder Japonská obří ředkev (Japanischer Riesenrettich).

