Wie wählt man ein Gewächshaus aus?
Wie groß sollte dein Gewächshaus sein?
Das ist eine knifflige Frage, auf die sich nicht immer eine einfache Antwort finden lässt. Es hängt von vielen Umständen ab. Kläre daher zunächst, was du vom Gewächshaus erwartest und wofür es dienen soll. Für den Anbau von Tomaten und Paprika für zwei Personen reicht in der Regel ein kleineres Gewächshaus mit einer Grundfläche von 5 - 8 m2 aus. Wenn du aber planst, eine große Familie mit Gemüse zu versorgen, kann am Ende auch ein doppelt so großes Gewächshaus nicht vollständig ausreichen. Falls du das Gartengewächshaus nur für den Anbau wärmeliebender Blumen möchtest, kannst du die benötigte Größe einfach nach dem Umfang deines Vorhabens berechnen. Für einige wenige Pflanzen reicht dir vielleicht eines der kleinsten Gewächshäuser mit einer Grundfläche von etwa 1 m2. Kleinere Gewächshäuser können auch ein geeigneter Kompromiss für sehr kleine Gärten sein, wo jeder Zentimeter zweckmäßig genutzt werden muss.
Wo solltest du das Gewächshaus aufstellen?
Für das Gewächshaus muss ein sonniger Standort ohne Beschattung durch Bäume oder Gebäude gewählt werden. Gleichzeitig sollte keine Gefahr bestehen, dass von oben etwas auf das Gewächshaus fällt - Obst von einem nahegelegenen Baum, Schnee vom Dach usw. Sehr vorteilhaft ist es oft, das Gewächshaus an eine Wand des Hauses oder an einen gemauerten Zaun zu stellen. Bei Abkühlung erwärmt nämlich die in der Wand gespeicherte Wärme den Innenraum des Gewächshauses. Eine Rolle spielt auch die Ausrichtung des Gewächshauses nach den Himmelsrichtungen. Aus der Erfahrung ergibt sich, dass es am günstigsten ist, die Achse des Gewächshauses in Nord-Süd-Richtung zu führen. Bei der Planung des Gewächshauses darfst du die Verfügbarkeit eines Wasseranschlusses nicht vergessen, und du kannst auch die Einrichtung einer Stromversorgung in Betracht ziehen. Nach Einbruch der Dunkelheit kannst du so im Gewächshaus das Licht einschalten, und Strom kann auch für die allgemeine Beheizung oder für das Betreiben von Heizmatten nützlich sein, die beim Anbau von Setzlingen verwendet werden.

Polykarbonat oder Glas?
Glasfüllungen sind bewährte Klassiker, der Nachteil von Glas ist jedoch das relativ hohe Gewicht und die Zerbrechlichkeit. Üblicherweise wird diffuses Gewächshausglas verwendet, das Verbrennungen der Pflanzen durch die Sonne verhindert. Es ist daher nicht nötig, es mit weißer Farbe zu streichen oder anders zu beschatten, wie es bei normalem klarem Glas erforderlich ist. Ein Glasgewächshaus ist beständig gegen UV-Strahlung und chemische Einflüsse.
Eine erweiterte Alternative sind in den letzten Jahren Gewächshäuser mit Stegdoppelplatten aus Polycarbonat geworden, das sehr leicht und widerstandsfähig ist, was auch eine einfachere Montage ermöglicht. Ein qualitativ hochwertiges Produkt sollte mit einem UV-Filter ausgestattet sein. Dank des geringen Gewichts lässt sich ein Polycarbonat-Gewächshaus bei Bedarf leicht umstellen. Polycarbonat-Gewächshäuser erfreuen sich auch aufgrund ihrer vorteilhaften wärmedämmenden Eigenschaften zunehmender Beliebtheit. Schau dir das Angebot an Gewächshäusern in vielen Größen und Formen an, aus dem du sicherlich das richtige auswählst.
Ein Gewächshaus besteht aber nicht nur aus Verkleidungen, achte auch auf die Konstruktionsmaterialien. Polycarbonat-Gewächshäuser verwenden am häufigsten praktisches, wartungsfreundliches Aluminium. Glas-Gewächshäuser haben in der Regel eine Stahlkonstruktion. Die meisten heute verkauften Gewächshäuser sind als Bausätze für die Selbstmontage vorbereitet.
Hagel: Der Schrecken aller Gewächshäuser
Hochwertige Glasverkleidungen mit einer Dicke von mindestens 4 mm sollten auch gewöhnlichen Hagel aushalten. Bei einem außergewöhnlichen Unwetter, bei dem buchstäblich „Schubkarren fallen", könnte es für das Gewächshaus schlecht ausgehen. Polycarbonat ist in dieser Hinsicht zwar deutlich widerstandsfähiger, kann aber auch nicht allem ohne Beschädigung standhalten. Achte daher bei der Auswahl auf eine Hagelgarantie. Hochwertige Polycarbonat-Gewächshäuser mit einer Wandstärke von 4 bis 6 mm bieten eine Garantie auf Hagelbruchsicherheit für 10 Jahre.

Genieße dein neues Gewächshaus noch mehr mit dem richtigen Zubehör
Komfort bei der Arbeit im Gewächshaus sicherst du dir mit praktischem Zubehör. Die Belüftung ist beim Anbau von Pflanzen im Gewächshaus sehr wichtig, manuelles Öffnen und Schließen der Gewächshausfenster ist wohl nur für denjenigen geeignet, der sich während der gesamten Saison praktisch nicht vom Gewächshaus entfernt. Ein automatischer Fensteröffner für Gewächshäuser wird so schnell zu deinem unverzichtbaren Helfer.
Neben verschiedenen Regalen, Halterungen, Heizungen, Thermometern und anderen praktischen Gadgets ist es gut, auch über die Bewässerungsmethode nachzudenken. Eine Tröpfchenbewässerung für das Gewächshaus verwandelt spielend leicht die manuelle Bewässerung mit Gießkanne oder Schlauch in ein absolutes Relikt. Das Wasser gelangt direkt zu den Wurzeln der Pflanzen, wodurch vor allem unnötige Wasserverschwendung minimiert wird.
Gewächshaus ohne Garten? Na gut, eher ein Mini-Gewächshaus...
Die Freude am Gewächshaus kannst du aber auch ohne Garten genießen. Schmale Gewächshäuser an der Wand kannst du auch auf einem größeren Balkon oder einer Terrasse aufstellen, oder schaffe dir ein Mini-Gewächshaus für den Innenbereich an, das du einfach auf die Fensterbank stellen kannst. Mini-Gewächshäuser oder Mini-Frühbeete sind ideal für die Anzucht von Setzlingen. Einige Typen sind auch mit Belüftungsöffnungen mit Regulierung ausgestattet. Die Mini-Gewächshäuser für den Innenbereich kannst du dir hier ansehen.

