Düngen, aber nicht überdüngen!
Sobald die ersten grünen Pflänzchen aus der Erde sprießen, verspürst du schon den Drang nachzudüngen?
Gekeimte Pflänzchen müssen ausreichend wachsen, idealerweise bis zur Phase von 2-4 echten Blättern. Je größer sie werden, desto höher ist auch ihr Nährstoffbedarf. Die erste Nachdüngung führst du bei den meisten Pflanzen erst nach dem ersten oder zweiten Umtopfen in der sogenannten Wachstumsphase durch. Die Wachstumsphase ist die Periode bei Pflanzen, in der sich Stängel, Zweige, Blätter und weitere grüne Pflanzenmasse entwickeln.
Was wird benötigt?
Während der Wachstumsperiode benötigen Pflanzen überwiegend Stickstoff, Phosphor und Kalium. Wenn sie während des Wachstums einen Mangel an einem dieser Elemente haben, beginnen sie zu vergilben. Stickstoff fördert das Wachstum der grünen Masse, Phosphor ist unverzichtbar für die Wurzeln, den Blütenansatz und die allgemeine Gesundheit der Pflanze, Kalium unterstützt die Blüte und Fruchtreife und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Schädlinge.
Wurzeln
Kleine Sämlinge haben meist schwache Wurzeln. Dieses Problem löst du mit einem Wurzelstimulator. Einfach gesagt – so ein Stimulator gibt deinen Sämlingen richtig Schwung! Der Wurzelstimulator fördert das Pflanzenwachstum, hilft ihr bei der Widerstandsfähigkeit, belebt und unterstützt das mikroorganische Milieu im Substrat. Kurzum, er liefert ihnen alles Notwendige für das richtige Wachstum. Aber Vorsicht, verwende ihn nicht zusammen mit Flüssigdünger, das verringert seine Wirksamkeit!
Mit der Bewässerung geht's am besten
Mit Kompost kannst du während der gesamten Vegetationsperiode in größerem Umfang nachdüngen, aus ihm wird Stickstoff allmählich freigesetzt und die Pflanzen nehmen sich, was sie brauchen. Allerdings eignet er sich nicht für Schnellgemüse. Die beste und schnellste Methode zum Nachdüngen ist zusammen mit der Bewässerung. Du kannst zwischen granulierten oder flüssigen Düngern wählen, die sich in Wasser auflösen lassen. Du kannst entweder spezielle Dünger verwenden, die direkt für eine bestimmte Pflanzen- oder Gemüseart bestimmt sind, oder dir einen Universaldünger besorgen, der für alle passt! Bei der Anwendung von Düngern halte immer die empfohlene Konzentration ein, damit dem Gemüse mehr geholfen als geschadet wird.
Was nicht vergessen werden sollte?
- Nicht alle Pflanzen vertragen Dünger mit Chlor! Zur Düngung chlorempfindlicher Pflanzen kannst du Dünger auf Kaliumbasis verwenden oder spezielle kaufen, die kein Chlor enthalten.
- Mehr bedeutet nicht besser. Es ist immer besser, die vom Hersteller vorgeschriebenen Dosen einzuhalten.
- Bei der Blattdüngung pass auf, dass die Pflanzen dadurch nicht beschädigt werden! Vergiss nicht, die Konzentrationen gemäß Anleitung einzuhalten.
- Du willst richtig düngen? Vergiss nicht, eine Bodenanalyse durchführen zu lassen!
- Du weißt nicht, wie du deine Pflanzen richtig düngen sollst? Schau in meine Ratgeber, ich helfe dir weiter!
Foto: pluska.sk

