Was im Februar aussäen? Ziehen Sie am Fenster Blumen, Kräuter und Gemüse vor!
Einige Gartenkulturen werden bereits ab Januar ausgesät, die richtige Hektik auf den Fensterbänken beginnt jedoch im Februar und März. Beginnen Sie mit der Planung Ihrer diesjährigen Beete und Pflanzgefäße, damit Sie genau wissen, was Sie in welcher Menge anbauen möchten. Sortieren Sie Ihre alten Samenvorräte gründlich durch. Samen, die jahrelang in der Schublade liegen, leisten meist keine guten Dienste mehr. Frisches und qualitativ hochwertiges Saatgut ist der erste Schritt zu einer reichen Ernte. Wie lange Samen keimfähig bleiben und wie Sie die Keimfähigkeit testen können, erfahren Sie im Artikel.
Das richtige Substrat ist die Grundlage für den Erfolg
Für die Aussaat verwenden Sie keine Gartenerde, sie kann Sporen von Pilzkrankheiten enthalten, die das sogenannte Umfallen der Keimlinge verursachen. Wählen Sie entweder ein spezielles Substrat für Aussaat und Vermehrung oder verwenden Sie Torftabletten, sogenannte Jiffy, die nach dem Aufquellen in eine Schale oder Anzuchtplatte gelegt werden. In diese kommt der Samen und die Pflanze wird dann direkt mit dieser abbaubaren Hülle ins Beet gepflanzt. Einige Gärtner haben auch die Aussaat in reinem Perlit oder Vermiculit für sich entdeckt. In diesem Fall ist es notwendig, sofort nach dem Keimen mit der Nährstoffzufuhr durch Flüssigdünger zu beginnen.

Welche Hilfsmittel eignen sich für die Aussaat?
Am einfachsten ist die Aussaat in klassische Aussaatschalen. Für Anspruchsvollere sind dann verschiedene Arten von Anzuchtplatten in vielen Größen bestimmt. Eine interessante Variante stellt die Anzuchtplatte mit abbaubaren Torftöpfen oder mit Öffnungen für die Platzierung von Jiffys dar. Einen Versuch wert sind auch Anzuchtplatten mit vorbereiteten Kultursubstraten, wie zum Beispiel Würfel aus Steinwolle. Samen benötigen während der Keimung erhöhte Feuchtigkeit, in der Wohnung herrscht jedoch während der Heizperiode eher trockene Luft. Abhilfe schaffen Mini-Gewächshäuser und Mini-Treibhäuser mit Belüftung.
Welches Gemüse und welche Kräuter im Februar aussäen?
Einige Gemüsearten wachsen anfangs sehr langsam, daher ist die Vorkultur unerlässlich. Im Februar säen Sie am Fenster oder im beheizten Gewächshaus frühen Salat, Kohlrabi, Brokkoli, Aubergine, Blumenkohl, Gurken (für den späteren Anbau im Gewächshaus), Tomaten oder Paprika aus, von den Kräutern dann Basilikum, Majoran und viele weitere. In letzter Minute können Sie auch noch Sellerie versuchen, aber für diesen war die beste Aussaatzeit schon Ende Januar. Ins Frühbeet und ins unbeheizte Gewächshaus können Sie bereits Ende Februar Radieschen aussäen, die auch bei relativ niedrigen Temperaturen keimen. Ab Ende des Monats ist auch die richtige Zeit für das Vorkeimen von Kartoffeln für die frühe Ernte. Stellen Sie diese in Kisten an einen hellen Ort mit einer Temperatur von 10 bis 15 °C.

Mit früher Aussaat von Sommerblumen sparen Sie
Vielleicht sind Sie es gewohnt, sich die bunten Sommerblumen zu Beginn des Sommers als gewachsene Setzlinge in der Gärtnerei zu kaufen. Sie können aber versuchen, sie auch aus Samen zu ziehen, wodurch sich Ihnen eine breite Auswahl an verschiedensten Sorten eröffnet, die Sie im Geschäft gar nicht bekommen. Wenn Ihre Anzuchtbemühungen von Erfolg gekrönt werden, sparen Sie zudem erheblich bei den Pflanzen. In vielen Fällen bekommen Sie für den Preis eines Tütchens mit Dutzenden (sogar Hunderten) von Samen nicht einmal einen einzigen Setzling derselben Pflanze. Frühe Aussaat erfordern Begonien, Petunien, Lobelien, Löwenmäuler, Nelken, Verbenen oder Feuersalbei. Einige Arten beliebter und anspruchsloser Sommerblumen wie z.B. Tagetes (Studentenblumen) können Sie ebenfalls schon im Februar aussäen. Obwohl sie schnell wachsen und ihnen auch eine viel spätere Aussaat nichts ausmachen würde, sichern Sie sich so eine frühere Blüte.

Erhöhen Sie die Erfolgschancen
Allgemein müssen Sie jedoch die Temperatur beachten (die Anforderungen unterscheiden sich bei verschiedenen Pflanzen von 15 bis 20 °C), die Luftfeuchtigkeit (ca. 50 %), die Bewässerung (das Substrat darf weder zu nass noch zu trocken sein) und unbedingt den jungen Pflänzchen ausreichend Licht gewährleisten. Größeren Samen hilft es beim Keimen, wenn Sie sie einige Stunden bis Tage vor der Aussaat in Wasser einweichen, das Sie aber regelmäßig wechseln. Obwohl die Pflänzchen erhöhte Feuchtigkeit benötigen, muss gleichzeitig auch eine ausreichende Belüftung gewährleistet sein, damit sie nicht schwitzen. Falls Sie Setzlinge in einer Aussaatschale ziehen, pikieren Sie sie in separate Töpfchen, sobald sie etwas kräftiger werden. Die meisten vorgezogenen Pflanzen werden ab Mitte Mai nach den Eisheiligen an den Freilandstandort ausgepflanzt.

